Steckbrief Abteilung Beutelsbach
Steckbrief der Abteilung Beutelsbach:
Die Freiwillige Feuerwehr Weinstadt Abteilung Beutelsbach ist eine von 5 Feuerwehrabteilungen in Weinstadt. Zur Zeit hat die Abteilung 47 aktive Mitglieder. Diese "Aktiven" werden im Einsatzfall alarmiert und stellen den Hauptanteil der Abteilung. Neben den "Aktiven" gibt es eine 11 Mitglieder zählende Alterswehr. Sie setzt sich aus Feuerwehrkameraden zusammen die bereits aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sind. Außerdem gibt es 8 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Weinstadt welche aus Beutelsbach kommen. Die "Aktiven" treffen sich je einmal im Monat zur regulären Übung. Neben den regulären Übungen gibt es noch zusätzliche für Maschinisten, Gruppenführer oder Drehleitermaschinisten.
Führung:
Da es sich bei der Feuerwehr um eine Einrichtung der Gemeinde handelt ist der "Chef der Feuerwehr" der örtliche Bürgermeister. Dieser kann sich natürlich nicht ausschließlich um die Belange der Feuerwehr kümmern. Diese Aufgabe übernimmt deshalb der Gesamtkommandant Stephan Oser. Er ist für die Führung der kompletten Feuerwehr Weinstadt zuständig und als einziger bei der Stadt angestellt. Für die Führung der Abteilung Beutelsbach ist der Abteilungskommandant Lutz Rühle und sein Stellvertreter Bernd Goll verantwortlich. Der Abteilungskommandant sowie sein Stellvertreter wird alle fünf Jahre von den aktiven Mitgliedern der Abteilung gewählt.
Löschzug:
In der Abteilung Beutelsbach ist ein kompletter sogenannter "Löschzug" stationiert. Dieser setzt sich aus folgenden vier Fahrzeugen zusammen: ELW1 (Einsatzleitwagen), LF 16/12 (Löschgruppenfahrzeug), DLK 23/12 (Drehleiter) sowie LF 10/6 (Löschgruppenfahrzeug). Diese Fahrzeugkombination stellt alle wichtigen Gerätschaften sowie eine Mannschaft von rund 23 Mann für einen umfangreichen Löscheinsatz bereit. Je nach Einsatzstichwort rücken die Fahrzeuge in unterschiedlicher Reihenfolge aus. Die Besatzung variiert je nach Alarmierungszeitpunkt und der damit verbundenen Verfügbarkeit von Personal. So braucht es tagsüber meist mehr Zeit ein Fahrzeug voll zu besetzen als in der Nacht, da die Mehrheit Feuerwehrleute bei der Arbeit sind.
Geschichte:
Die Anfänge
Die Abteilung Beutelsbach kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Verhältnisse waren damals natürlich grundweg anders als heutzutage. 1791 musste jeder Bürger noch mit anpacken wenn die Feuerglocke geläutet wurde. Jeder hatte sich am Rathaus einzufinden und gemeinsam wurde der Brand mit Eimern und später mit einer großen Feuerspritze gelöscht. Im Jahr 1862 wurde das Feuerlöschwesen in Beutelsbach überabreitet. Eine Freiwillige Feuerwehr wurde aufgestellt da man der Überzeugung war das diese gut disziplinierte aber kleine Feuerwehr mehr ausrichten konnte als eine große Anzahl an Laien. Die damalige Feuerwehr war in mehrere Züge mit verschiedenen Aufgaben wie "Spritzenmannschaft", "Leiter- und Schlauchmannschaft" oder auch "Beleuchtungsmannschaft" aufgegliedert.
1904 bis 1948
Bis 1904 gab es in Beutelsbach keine Wasserleitungen wie heute. Das wasser musste also mit Ledereimern aus Brunnen oder dem Bach zum Brandort geschafft werden. Nach dem Ausbau des Wassernetzes konnte wie heutzutage direkt aus dem Hydranten das Wasser entnommen werden. Die entsprechenden Geräte waren in auf einem handgezogenen Hydrantenkarren gelagert welcher im alten Rathaus abgestellt war. Erst im Jahr 1939 wurde die erste Tragkraftspritze mit Motor angeschafft. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war es schwer wieder eine Löschmannschaft zusammen zu bekommen. Erst 1948 gab es wieder eine entsprechende Mannschaft und auch eine zweite Tragkraftspritze.
Das erste Feuerwehrfahrzeug
Das erste Feuerwehrfahrzeug in Beutelsbach gab es 1956. Das Kleinlöschfahrzeug vom Typ Opel Blitz erleichterte die Arbeit der Feuerwehr stark da bisher alle Ausrüstung von Hand zu Einsatzstelle bewegt werden musste. Das Fahrzeug wurde in der Stiftsscheuer untergebracht. In diesem Gebäude befindet sich heute das Rote Kreuz. Der alte Hydrantenkarren wurde erste 1968 durch ein Löschgruppenfahrzeug 8 der Firma Magirus ersetzt. Nachdem 1974 ein neues Tanklöschfahrzeug den Fuhrpark der Wehr ergänzte wurde der Platz in der Stiftsscheuer langsam knapp. 1976 wurde deshalb das neue Gerätehaus am heutigen Standort fertiggestellt und an die Feuerwehr übergeben. Dort gibt es Platz für vier Fahrzeuge. Außerdem sind eine Waschbox, Funkzentrale, Werkstatt und ein Schulungsraum im Gerätehaus untergebracht.
Heute
Technologisch gab es 1981 nochmal einen großen Sprung. Die Sirenenalarmierung wurde durch die "stille Alarmierung" mittels Funkmeldern abgelöst. Außerdem wurde der Fuhrpark um einen weinstadteigenen Einsatzleitwagen sowie eine Drehleiter erweitert. Heute steht im Gerätehaus Beutelsbach ein kompletter Löschzug mit vier Fahrzeugen mit einer Mannschaft die wie zu Beginn der Freiwilligen Feuerwehr im Ortsteil Beutelsbach hoch motiviert ist.
